Auszeichnung beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Auszeichnung beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten


Carlotta Spemann und Emilia Herlitzius zählen zu den bundesweit über 5.000 Schülerinnen und Schülern, die zwischen September 2016 und Februar 2017 unter dem Generalthema „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte" auf lokalgeschichtliche Spurensuche gingen. Die dabei entstandene schriftliche Arbeit mit dem Titel „Neuanfang nach der Katastrophe: Jüdisches Leben in Wiesbaden nach 1945" dokumentiert für den Zeitraum von 1945 bis 1966 eindrucksvoll, wie das jüdische Gemeindeleben nach provisorischen Neuanfängen zwar langsam wieder festere Strukturen herausbildete, diese jedoch weiterhin von vielfältigen Unsicherheiten und Veränderungen geprägt waren: „Das Ankommen in Wiesbaden und das zum Alltag Zurückfinden", so bilanzieren die Beiden, sei „in der Regel ein schleichender Prozess" gewesen. Dennoch besitze die „Erinnerung an den Neuanfang nach der Katastrophe" einen besonderen Stellenwert für die gegenwärtige jüdische Gemeinde, der durchaus „Mut für die Zukunft mache - gerade in einer Gemeinde, die von starken Wandlungen und Brüchen geprägt ist".

Für die von Herrn Dr. Laqua betreute Arbeit stützten sich die beiden Schülerinnen nicht nur auf die einschlägige Forschungsliteratur, sondern knüpften auch intensive Kontakte zur jüdischen Gemeinde Wiesbadens, führten Experten- und Zeitzeugeninterviews durch und werteten Bild- und Textquellen aus dem Stadtarchiv Wiesbaden aus.

Wir freuen uns, dass die Jury die große Eigenleistung der Beiden mit einem Landespreis würdigte. Die feierliche Preisverleihung wird am 11. September im Hessischen Landtag erfolgen. Zudem sind Emilia und Carlotta damit für eine Auszeichnung auf Bundesebene qualifiziert.

Die Martin-Niemöller-Schule gratuliert herzlich und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg!