Martin-Niemöller-Schule Hand in Hand mit Hand aufs Herz e.V.

Martin-Niemöller-Schule Hand in Hand mit Hand aufs Herz e.V.


Das neue Erste-Hilfe-Hilfe-Konzept an der Martin-Niemöller-Schule wird durch den Verein Hand aufs Herz durch eine großzügige Spende unterstützt.

Mit dem Beginn des Aufbaus der Sekundarstufe I an der Martin-Niemöller-Schule (seit Sommer 2016) wird auch das bestehende Gesundheitskonzept der Schule erweitert und den neuen Anforderungen gemäß angepasst. Eine neu gegründete Arbeitsgemeinschaft „Gesundheitsförderung" koordiniert, modifiziert und institutionalisiert dabei das weite Feld von Ernährungserziehung bis hin zur Sucht- und Gewaltprävention. Ein wichtiger Baustein dabei ist auch die Erste-Hilfe-Situation an der Schule selbst. Mit Beginn des aktuellen Schulhalbjahres begann daher in Zusammenarbeit mit dem direkt benachbarten Arbeiter-Samariter-Bund die Ausbildung von insgesamt zwanzig Schulsanitäterinnen und -sanitätern, sowohl aus der Unter- als auch der Oberstufe. Jede Woche haben zwei Schülerinnen und Schüler - ausgestattet mit Funkgeräten und Notfallrucksack - Bereitschaftsdienst. Zur Ausschärfung des Gesundheitsprofils wurde im Laufe des diesjährigen Schuljahres außerdem eine Kooperation mit dem Wiesbadener Verein Hand aufs Herz gestartet. Im Zuge dieser Kooperation konnte die Martin-Niemöller-Schule am Freitag, 23.06.2017, die großzügige Spende eines AEDs (Laiendefibrillator) von Hand aufs Herz e.V. in Empfang nehmen. Nach der offiziellen Übergabe des Geräts durch Professor Joachim Ehrlich (St. Josefs-Hospital, Wiesbaden) und Dieter Kürten (Mr. Sportstudio) an Schulleiterin Elisabeth Waldorff gaben die beiden eine kurze Einführung zum Thema Wiederbelebung. Professor Ehrlich erläuterte den Schülerinnen und Schülern dabei die physiologischen Aspekte, während Dieter Kürten von seinen eigenen Erfahrungen als Betroffener berichtete, um eine Sensibilisierung für die Notwendigkeit schneller Wiederbelebungsmaßnahmen zu schaffen. Der Verein Hand aufs Herz wurde am 05.06.2012 in einem Zusammenschluss von Menschen, die einen Herz-Kreislaufstillstand überlebt haben, Rettungsassistenten und Ärzten ins Leben gerufen. Sehr häufig werden im Rettungsdienst Einsätze wegen eines Herz-Kreislaufstillstandes durchgeführt, bei denen das Rettungsteam auf Menschen trifft, die unter den Augen anderer einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten haben, aber dennoch keine Ersthelfer-Maßnahmen (wie Herz-Druck-Massage) erhalten. Hierdurch sinkt die Wahrscheinlichkeit deutlich, den Herz-Kreislaufstillstand ohne Schäden - insbesondere für das Gehirn - zu überstehen. Ziel des Vereins ist, die Chancen von Menschen, die einen Herz-Kreislaufstillstand erleiden, zu verbessern, im Anschluss wieder ein normales Leben zu führen, denn bereits frühzeitig nach dem Herz-Kreislaufstillstand durchgeführte Ersthelfermaßnahmen wie Herz-Druck-Massage können fatalen Folgen entgegenwirken. Die Schülerinnen und Schülern sammelten anschließend praktische Erfahrungen hinsichtlich des Einsatzes eines AEDs und Herz-Druck-Massagen an entsprechenden Modellpuppen. Diese praktischen Übungen sollen die Hemmschwelle bei jungen Menschen erniedrigen im Fall der Fälle selbst aktiv zu werden. Die Martin-Niemöller-Schule bedankt sich beim gesamten Team des Vereins Hand aufs Herz für die Übergabe des AEDs sowie die anschließenden Praxisübungen.

 

(Dr. Sebastian Röder)