Projekttag Suchtprävention am 1. März 2018

Projekttag Suchtprävention am 1. März 2018


Die E-Phase der Martin-Niemöller-Schule steht unter dem großen Motto der Suchtprävention. Im Zuge dessen besuchte uns bereits das Improvisationstheater „Requisit", welches mit ehemals Suchtkranken arbeitet. Außerdem haben die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Möglichkeit, das Thema Sucht entweder in den Unterricht zu integrieren oder einen Projekttag mit ihrer Klasse durchzuführen, so auch unser Tutor Herr Gerlach. Daher fiel für uns, die Klasse E_03, am Donnerstag, den 01.03.2018, der reguläre Unterricht aus und wir beschäftigten uns stattdessen mit dem Thema Sucht. Zusätzlich zu Allgemeinwissen über Sucht und Suchtprävention konnten wir uns Wissen über die Wirkungsweise und Gefahren synthetischer Drogen aneignen.

 

Als Vorbereitung auf unseren Projekttag gab uns Herr Gerlach die Aufgabe, einen Tag lang auf etwas zu verzichten, das wir täglich benutzen, beispielsweise unser Smartphone oder Süßigkeiten. Auch nach mehrmaliger Nachfrage wurde es uns allerdings leider nicht gestattet, einen Tag lang auf die Schule zu verzichten - warum wohl?

 

Am Morgen des 01.03.2018 trafen wir uns in unserem Klassenraum und führten als Erstes ein Brainstorming zum Thema Sucht durch. Dazu hatte Herr Gerlach verschiedenste Gegenstände auf dem Fußboden verteilt, die wir auf ihr Suchtpotential untersuchen sollten. Unter ihnen befanden sich Einkaufstüten, Süßigkeiten, ein Spielzeug-Smartphone, Hustensaft, eine (natürlich leere) Schachtel Zigaretten, Kartoffelchips, Boulevard Magazine und viele andere Dinge. Nachdem wir festgestellt hatten, wie all diese Dinge zur Sucht führen können, wurden wir über verschieden Arten von Sucht aufgeklärt und darüber, wie ein normaler Gebrauch über Missbrauch und Gewohnheit zur Sucht führen kann. Anschließend schauten wir uns den Film „The Cyberbully" an, der zwar thematisch nicht ganz zum Thema passt, aber die wesentliche Kernaussage enthält, dass ein stabiles soziales Umfeld hilft, Verzweiflungstaten entgegenzuwirken - eine Erkenntnis, die wir nach dem Ansehen des Films auch auf das Suchtverhalten übertragen konnten. Nach einer kurzen Pause wurden wir als Nächstes in Gruppen aufgeteilt und beschäftigten uns mit unterschiedlichen Aspekten des Themas Sucht. Es gab Gruppen zur biologischen Übertragung von Glücksgefühlen im Gehirn, darüber, warum gerade Jugendliche öfter an Sucht erkranken sowie zu verschiedenen Therapien. Alle Gruppen stellten nach einer Arbeitsphase ihre Ergebnisse dem Plenum vor. Der letzte Teil unseres Projekttages Suchtprävention bestand aus dem Ansehen eines Dokumentarfilmes über die verschiedensten synthetischen, also künstlich hergestellten, Drogen. Hier wurden wir über deren Geschichte, Wirkung, Konsequenzen und das Abhängigkeitspotential aufgeklärt. Mithilfe des „Quartetts der Rauschgifte", einem absurden Kartenspiel über Drogen, wurden wir dazu in Gruppen eingeteilt und einer Droge „zugeordnet", zur der wir uns während des Ansehens Notizen machten. Nach einem abschließenden Vergleich der Ergebnisse untereinander, sodass jeder über alle Drogen informiert war, war unser Projekttag auch schon vorbei.

 

Zurück blieben uns eine Menge an sowohl offensichtlichen als auch unerwarteten Informationen, die mit dem vielen Halbwissen, welches über die „harten Drogen" kursiert, aufräumen konnten. Das Fazit des Suchttages ist: eine wirklich lohnenswerte Zeitinvestition sowie eine willkommene Abwechslung vom regulären Unterricht, zu dem wir am nächsten Tag auch schon wieder zurückkehrten.

 

Mika Stein, E_03