Was ist MINT?                                                       

Der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. (Verein MINT-EC) ist eine Initiative, deren Ziel es ist, mehr Nachwuchs für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die "MINT-Fächer", zu begeistern und ist zugleich ein Gütesiegel bezüglich der Ausformung des Unterrichts an inner- und außerschulischen Lernorten über den Lehrplan hinaus. Zugang zu diesem MINT-EC-Netzwerk erhalten Schulen nur über ein bundesweit einmaliges Auswahlverfahren, dem eine schriftliche Bewerbung zu Grunde liegt, in der sie unter Beweis stellen müssen, dass ihre Schülerinnen und Schüler genug Entfaltungsgebiete hinsichtlich der MINT-Fächer entwickeln und diese auch erweitern können. Unsere Schule ist seit 2004 Mitglied dieses Netzwerks und nimmt regelmäßig an Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer teil. Das MINT-EC-Netzwerk bietet Unterstützung bei der Suche nach Kontakten, zu zahlreichen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Verbänden, und die Einbindung in ein Netzwerk exzellenter mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen aus ganz Deutschland.

Im März 2016 konnte die Martin-Niemöller-Schule ihre Mitgliedschaft im Netzwerk des MINT-EC-Vereins erneut verlängern. Neu ist, dass die Verlängerung auf vier Jahre (anstelle von bisher drei Jahren) festgesetzt wurde. Die Honorierung des Engagements der Kolleginnen und Kollegen des dritten Aufgabenfeldes ist seit 2006 bereits zum dritten Mal erfolgt.

Nach wie vor lobt der MINT-EC-Verein die sehr guten Belegungsraten in den MINT-LKs, die hervorragende Aufstellung der Schule in Bezug auf die Teilnahme an Breiten- und Spitzenwettbewerben (Olympiaden, Mathematik-Wettbewerb, Internationaler Chemiewettbewerb) und die Förderkonzepte im MINT-Bereich, die ebenfalls in beiden Bereichen stattfinden. Die Öffnung der Schule nach außen und ihr Leuchtturmcharakter werden im Beurteilungsbogen des MINT-EC-Vereins positiv hervorgehoben. Die Aktivitäten mit bestehenden, außerschulischen Partnern sollen intensiviert werden. Insgesamt wird die Martin-Niemöller-Schule „als hervorragende MINT-EC-Schule" eingestuft.

Wir freuen uns auf weitere vier Jahre Mitgliedschaft im MINT-EC-Verein und sind sicher, dass die bereits laufenden und geplanten MINT-Aktivitäten im Bereich der neu entstehenden Sekundarstufe I unser MINT-Profil noch weiter stärken.

www.mint-ec.de

 

 

Martin-Niemöller-Schule darf MINT-EC-Zertifikate verleihen

Seit diesem Schuljahr 2014/2015 darf die Martin-Niemöller-Schule Abiturientinnen und Abiturienten mit herausragenden Leistungen und besonderem Engagement in den MINT-Fächern, das über den Unterricht hinausgeht, das MINT-EC-Zertifikat verleihen.

Das Zertifikat ist durch die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) bundesweit anerkannt. Es soll den Bewerbungsprozess von Jugendlichen bei der Studien- und Berufswahl positiv und aktiv unterstützen  und findet bereits von Seiten der Hochschulen und der Industrie großen Zuspruch.

Schülerinnen und Schüler müssen das MINT-EC-Zertifikat selbst beantragen und die dafür geforderten Leistungsnachweise vorlegen. An der Martin-Niemöller-Schule werden sie in ihren Leistungskursen durch ihren Tutor/ihre Tutorin und/oder die zuständige MINT-Koordinatorin Frau Ruttke über die Vergabe des Zertifikats und die zu erfüllenden Anforderungen informiert und im Antragsprozess unterstützt.

Durch die Umwandlung der Schule in ein G9-Gymnasium wird und kann die „MINT-Laufbahn" einer jeden Schülerin/eines jeden Schülers schon ab der Jahrgangsstufe 5 von Seiten der Lehrer verfolgt und im Hinblick auf die Verleihung eines MINT-EC-Zertifikats positiv beeinflusst und begleitet werden.

Nähere Informationen zum Zertifikat, zum Bewerbungsverfahren und den Anforderungen sind über den folgenden Link zu erhalten:

https://mint-ec.de/mint-ec-zertifikat.html

Die Schulleiterin Frau Waldorff oder die MINT-Koordinatorin Frau Ruttke stehen auch gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

 

 

MINT-Projekte 2017:

 

Tümpeln - ein Pullout-Tag in Weilbach

21 Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe nahmen am Mittwoch, den 14. Juni 2017, an einem Pullout-Tag an den Weilbacher-Kiesgruben teil. Auf der Zugfahrt darauf angesprochen, was sie sich unter dem Begriff „tümpeln" wohl vorstellen, konnte die Gruppe keine richtige Antwort geben. Tatsächlich handelt es sich beim „Tümpel" um eine gewässerbiologische Untersuchung, bei der man Proben aus einem Tümpel entnimmt und die darin enthaltenen Tiere bestimmt. Der Pullout-Tag bewegte sich damit im Kontext des aktuellen Biologielehrplans der sechsten Klasse, in dem das Thema Amphibien und ihre Lebensweise behandelt wurden. Nach einer halbstündigen Wanderung vom Bahnhof Eddersheim zu den Kiesgruben konnte es mit einer theoretischen Einführung zum Thema „Insekten" losgehen. Das Thema Insekten war für fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer völlig neu. Da der Tümpel aber einige Arten dieser Tierklasse bereithielt, war es wichtig, die häufigsten Arten schon im Vorfeld kennenzulernen. Am Tümpel selbst wurden dann mit Hilfe von kleinen Bechern Proben aus dem Gewässer entnommen und anschließend genau unter die Lupe genommen und die Tiere mit Hilfe von Bestimmungsbüchern bestimmt. Neben Libellenlaven, verschiedenen Käfern und Mückenlarven, fand auch eine Wasserschnecke den Weg in die Becher. Mit immer neuen Fangstrategien vom Ufer oder dem Steg aus, wurde die Artenliste im Laufe der Untersuchungszeit immer größer. Nach den ganzen neuen biologischen Erfahrungen, konnte die Gruppe letztendlich den interessanten Tag mit einer erneuten Wanderung zum Bahnhof abschließen.

 

Der Pullout-Tag der Jahrgangsstufe 6 ist Bestandteil des Begabtenförderkonzeptes und des MINT-Schwerpunktes der Martin-Niemöller-Schule.


 

MNCler beim 10. Science Slam in Wiesbaden

Am Freitag, den 09.06.2017, fand im Schlachthof in Wiesbaden der 10. Wiesbadener Science Slam statt. Der Science Slam ist ein Wettbewerb, bei dem es gilt, in zehn Minuten die Gunst des Publikums zu gewinnen. Dabei ist alles erlaubt. Der beste Vortrag wird am Ende vom Publikum durch Applaus gekürt. Der Slam stand im Zeichen des „Meisterwerks Körper", zu dem vier Slamerinnen zum Thema „Gehirn" referierten. Die Mitglieder des MNCs konnten nicht nur über die spritzigen und kreativen Vorträge lachen, sondern auch die im Rahmen des MNCs bereits gelernten Vortragstechniken beurteilen und reflektieren.

 


Experte an der MNS: Professor Hirche spricht über die Atemwege

Immer diese Bilder in den Biologiebüchern und auf den Arbeitsblättern. Woher weiß man denn wirklich, wie es im Inneren eines Menschen aussieht? Diese und ganz ähnliche Fragen geisterten in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5.1 im Biologieunterricht umher, als in den letzten Wochen und Monaten die Themen Lunge, Atmung, Herz und Kreislauf behandelt wurden. Wer kann solche Fragen besser beantworten als ein echter Experte? Aus diesem Grund besuchte uns Professor Tim Hirche, Chefarzt für Pneumologie an der Wiesbadener DKD, am vergangenen Freitag, 28. April 2017, während einer Biologiestunde.

 

Angefangen bei der einfachsten Untersuchungsmethode, dem Abhören, endeten wir bei einer gemeinsamen Reise mit dem Bronchoskop in das Innere der Lunge. Voller Begeisterung konnten die Schülerinnen und Schüler bestaunen, in welch fremde Welt man vordringt, wenn man den Kehldeckel passiert: Gleich zu Beginn die Stimmbänder, die in ihrer Ausgestaltung die menschliche Sprache ermöglichen, danach die ziemlich stabil wirkende Luftröhre und dann das weitverzweigte Tunnelsystem der Bronchien. Neben diesen hochinteressanten Einblicken in das Innere blieb auch noch genug Zeit für praktische Versuche. Mit einem Spirometer konnten die Kinder ihr Atemzugvolumen bestimmen. Auch das Thema Gesunderhaltung der Atemorgane wurde von Professor Hirche mit den Schülerinnen und Schülern besprochen. Welche Umweltfaktoren können die Atemwege schädigen, welchen Einfluss hat das Rauchen auf unsere Atemorgane? Und was sind die Folgen, die sich aus den Einflüssen ergeben? Mit einem simplen Strohhalmversuch konnten die Kinder simulieren, welche Folgen chronische Veränderungen der Atemwege für Patienten haben können und daher an sich selbst nachvollziehen, welche Konsequenzen ein ungesunder Lebensstil haben kann.

Unzählige Fragen und eigene Erfahrungen machten den Besuch zu einem lebendigen Austausch auf Augenhöhe zwischen dem Experten und Schülerinnen und Schülern, so dass das viel zu frühe Klingeln zum Stundenende von niemandem im Raum bemerkt wurde.

Die Klasse 5.1 und ihr Lehrer Herr Dr. Röder bedanken sich bei Herrn Prof. Hirche für den Besuch und die riesengroße Menge an Expertenwissen, das den Biologieunterricht auf jeden Fall bereichert.

(Dr. Sebastian Röder)


 

 

 

 

MINT-Begeisterung ohne Grenzen: Größtes Netzwerktreffen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC in Berlin am 23. Und 24. Februar 2017

Am 23. und 24. Februar fand das Hauptstadtforum des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC im KOSMOS Berlin statt. 500 MINT-begeisterte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aller 267 MINT-EC-Schulen fluteten für zwei Tage die Hauptstadt und entdeckten MINT in Praxis und Theorie. Auch Deborah Grafl, David Greiner, Kenneth Heß, Tarik Parcic, Doreen Schell und Hanna Weller der Martin-Niemöller-Schule waren bei der MINT400 in Berlin dabei. Begleitet wurden sie von Sandra Sprinkmeier, Lehrkraft für Mathematik und Sport.

„Neugier und Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und eine lebendige und offene Kultur des Dialogs sind die Zutaten dieser einzigartigen Veranstaltung", sagt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC. „Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, welches Zukunftspotential in unseren Schulen heranwächst", so Gollub weiter.

Den 400 Schülerinnen und Schülern sowie 100 Fachlehrkräften aus ganz Deutschland ermöglicht die jährliche MINT400 einen Blick über den Tellerrand. Auf dem MINT400-Bildungsmarkt präsentierten 36 Aussteller aus Wirtschaft, Bildung und Forschung zahlreiche MINT-Studien- und Berufsmöglichkeiten sowie Ideen für einen innovativen und forschungsaktuellen Fachunterricht. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier ihre Fragen zu Studium und Beruf stellen und wichtige Kontakte für die Zukunft knüpfen.

Nach der offiziellen Eröffnung des Hauptstadtforums durch Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, hörten die MINT-Interessierten wissenschaftliche Fachvorträge zu Themen wie: Zerstörungsfreie Materialprüfung, die Eigenheiten des Werkstoffs Magnesium oder Astroteilchenphysik. Darin lernen sie nicht nur neueste Forschungsergebnisse, sondern auch die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Naturwissenschaften kennen.

In ganztägigen Workshops an über 40 wissenschaftlichen Einrichtungen in und um Berlin  konnten die Jungforschenden und ihre Lehrkräfte am zweiten Tag des Hauptstadtforums durch eigenes Experimentieren ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen entdecken und weiterentwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler der Martin-Niemöller-Schule wählten unter anderem die Fachvorträge zum Thema „Astroteilchenphysik" und „Wie funktioniert eigentlich GPS, und was hat das mit Mathe zu tun?" Tarik Parcic und David Greiner erzählen anschließend begeistert, dass nahezu alles zum Thema GPS auf mathematischen Formeln beruht. Doreen Schell besuchte den Workshop „Supraleitung und Physik der tiefen Temperaturen". Besonders spannend war es für sie, alles selbst ausprobieren zu können. Am Ende durfte da eine Kostprobe des selbsthergestellten Eises natürlich nicht fehlen. Auch der Workshop von David Greiner beschäftigte sich mit Supraleitern. Er erklärt kurz, „Supraleiter sind Materialien, die ab bestimmten Temperaturen widerstandslos Strom leiten können. Wir haben eine Menge Tests dazu durchgeführt. Das hat sehr viel Spaß gemacht." Deborah Grafl, Kenneth Heß, Tarik Parcic und Hanna Weller nahmen am Workshop „Multivalenz und Nanochemie" teil. Sie haben gelernt, was Nanotransporte sind, wie man sie herstellt und wie sie Krebs bekämpfen können.

Nach einem Tag voller Experimente und neuer Erfahrungen, fand die MINT400 im KOSMOS ihren feierlichen Höhepunkt: Im Rahmen der Abendveranstaltung, moderiert von Ralph Caspers (u.a. Die Sendung mit der Maus und Wissen macht Ah!), sprach Thomas Reiter, ESA Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors, als Europas erfahrenster Astronaut über seine Erlebnisse im All und seinen persönlichen Werdegang. Das Publikum zeigte sich sichtlich beeindruckt und honorierte den Vortrag mit minutenlangem Beifall.

Für die Schülerinnen und Schüler der Martin-Niemöller-Schule waren es zwei lehrreiche, faszinierende und gewinnbringende Tage. Alle kehrten mit einer Reihe neuer Kontakte im Gepäck nach Wiesbaden zurück. Im Zug kurz vor Wiesbaden sagt David Greiner: „Am liebsten wäre ich im nächsten Jahr wieder dabei."

Bilder der Veranstaltung sind unter folgendem Link zu finden:

https://www.dropbox.com/sh/ibxz5mgrb332537/AADbYjBOE5Mb4_21bVYC19gea?dl=0

MINT-EC - Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

(Sandra Sprinkmeier)

 

Eine Schülerstimme über dieses Event:

Vom 23.02- 24.02 fand das all jährliche Hautstadtforum des MINT-EC statt.

Auch dieses Jahr haben erneut sechs Schülerinnen und Schüler der Martin-Niemöller-Schule an dem Treffen teilgenommen.

Das diesjährige Treffen stand unter dem Motto „Entdecke den Kosmos" und sollte Schülerinnen und Schülern von MINT- Schulen aus ganz Deutschland die Möglichkeit geben, Erfahrungen auszutauschen. Aber auch das Sammeln neuer Erfahrungen stand ganz oben!

 

Gegen Mittag kamen wir in Berlin an und fuhren nach dem Check-in im Hostel zu dem Veranstaltungsort des Hauptstadtforums, dem Kosmos in Berlin. Dort wurden wir sehr freundlich in Empfang genommen und bekamen Informationen über den Verlauf der nächsten zwei Tage.

Danach hatten wir Zeit bei einem Mittagsimbiss die anderen Teilnehmer kennenzulernen, außerdem bekamen wir die Möglichkeit, auf einem Bildungsmarkt mehr über Unternehmen oder Studiengänge im Bereich der Naturwissenschaften zu erfahren.

Nach einer Rede des Vorstandsvorsitzenden des MINT-EC, Wolfgang Gollub, sowie weiterer Zeit auf dem Bildungsmarkt fanden die Fachvorträge statt. Insgesamt gab es fünf Vorträge, die besucht werde konnten und die verschiedenste Themen aus dem Bereich „MINT" behandelten.

So konnte beispielsweise ein Vortrag zum Thema „Our Seas and Oceans- an essential resource for the future that needs looking after now" besucht werden, der von der University of Southampton angeboten wurde. Dort wurde uns von Professor Simon Boxall die Wichtigkeit der Ozeane auf interessante und sehr informative Art und Weise vermittelt. Außerdem wurde deutlich gemacht, wieso die Ozeane geschützt werden müssen.

Nach den Fachvorträgen war das Programm für den ersten Tag auch schon beendet und wir konnten den restlichen Tag in Berlin verbringen.

 

Am Freitag nahmen wir an verschiedenen Workshops in und um Berlin teil. Diese wurden zum Teil von Universitäten aber auch von Unternehmen oder Instituten angeboten. So konnte beispielsweise ein Workshop zum Thema Nanochemie besucht werden sowie auch zwei verschiedene zum Thema Supraleiter.

In dem Workshop „Supraleiter und Physik der tiefen Temperaturen" wurde den Teilnehmenden zuerst in der Theorie erklärt, wie sich die Eigenschaften von Stoffen bei tiefen Temperaturen (also bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt) verändern. Im Anschluss wurden einige Versuche mit flüssigem Stickstoff durchgeführt. Besonders spannend war dabei das Experimentieren mit Supraleitern.

Nach den Workshops hatten wir nochmal freie Zeit in Berlin, bis die Abendveranstaltung um 18:00 Uhr begann. Eine positive Überraschung war es, dass diese von Ralph Caspers moderiert wurde, der einigen noch von Sendungen wie „Wissen macht Ah" oder der „Sendung mit der Maus" bekannt war.

Ein weiteres Highlight des Abends war die Keynote-Speech von Dr. Thomas Reiter, der zu den erfahrensten Raumfahrern Europas zählt. Zunächst berichtete er uns, wie er Raumfahrer wurde. Danach gab er uns einen Überblick über die Arbeit der ESA allgemein und auch über seine Tätigkeiten während seiner Zeit auf der ISS. Nach dem spannenden Vortag ging das Programm weiter mit der Preisverleihung des Internationalen Chemiewettbewerbs sowie dem Finale des „School Slam" vom British Council. Bei diesem konnten Schülerinnen und Schüler dreiminütige Videos zu einem naturwissenschaftlichen Thema auf Englisch drehen. Die drei besten Videos wurden uns präsentiert und in einer Abstimmung wurde der Sieger ermittelt.

Nach dem Grußwort von Wolfgang Gollub war damit auch der zweite Tag des MINT 400 vorbei. Insgesamt war das Hauptstadtforum für alle Beteiligten ein großer Spaß und Erfolg. Es wurden neue Eindrücke gesammelt, aber vor allem konnte man Erfahrungen mit anderen Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland austauschen und neue Kontakte knüpfen.

 

(Doreen Schell)

 

 

Teilnahme an „Jugend forscht"


Auch in diesem Jahr waren die MNSler sehr erfolgreich beim Regionalwettbewerb Hessen-West von Jugend forscht.

Niklas Kunz und Jan Strehmel haben den ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt gewonnen und sich damit für die Landesrunde qualifiziert. Außerdem erhielten Sie den Kalle-Albert-Preis 2017 für hervorragende Jungforscher, gestiftet von Infraserv.

Auch die Schülerinnen und Schüler werden von diesem Projekt profitieren. Die beiden haben eine umfassende Schulapp für die MNS entwickelt. Mit dieser App wird es Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern möglich sein, Stundenpläne, Vertretungspläne, Termine, Klausuren und Hausaufgaben jederzeit abzurufen.

(Frank Topsch)

 

 

MINT-Tage an der MNS - Kryptographie-Vortrag von Prof. Dr. Hagen Knaf

Einblicke in die Mathematik des Verschlüsselns gewährte Prof. Dr. Hagen Knaf von der Hochschule Rhein-Main bei seinem Vortrag zum Thema Kryptographie, den er am 13. Februar 2017 im Rahmen der MINT-Tage in der Martin-Niemöller-Schule hielt. Seit 3500 Jahren werden Nachrichten verschlüsselt. Ein klassisches Beispiel einfachster Verschlüsselung ist das nach dem berühmten Gaius Julius benannte und von seinen Truppen häufig benutzte Caesar-Chiffre, bei der schlichtweg Buchstaben durch andere Buchstaben ersetzt werden. Solche und ähnliche Systeme wurden jedoch in den letzten Jahrhunderten obsolet, da sie mittels Buchstaben- und Silbenanalyse viel zu leicht zu entschlüsseln sind.

 

Zunächst die Telegrafie und in den letzten Jahrzehnten die zunehmende Digitalisierung machten zuverlässige Verschlüsselungsmethoden notwendig. Professor Knaf stellte die fiktiven Protagonisten Alice und Bob vor, die beabsichtigen, vertraulich über das Internet zu kommunizieren. Der sinistre Mallory hat hingegen vor, die beiden zu belauschen oder gar deren Nachrichten zu manipulieren.

Professor Knaf wies darauf hin, dass es heute möglich ist, dass Alice und Bob kommunizieren, ohne dass sie vorher auf anderem Wege Schlüssel austauschen mussten.

Um in die Mathematik einzusteigen, stellte Knaf die Definition eines Kryptosystems vor, das immer aus einer Mengen von Klar- und Chiffretexten sowie aus Abbildungen, mit denen die eine in die andere Textsorte umgewandelt werden kann, besteht. Anschließend führte er so genannte Blockchiffren ein, indem er zunächst bewusst machte, dass alle digitalen Texte letztendlich nur Zahlenreihen sind, und daraufhin erklärte, dass für diese Art der Verschlüsselung beliebige Texte in Blöcke mit fest definierter Länge eingeteilt werden, die unabhängig voneinander verschlüsselt werden.

Der Gelehrte erläuterte die Prinzipien der Restklassenrechnung, bei der Ergebnisse von Additionen und Multiplikationen nur in Hinsicht auf ihre Reste bei der Division durch eine vorgegebenen Zahl betrachtet werden. Beispiel: 2 mal 5 ist normalerweise 10. Modulo 4 gerechnet ergibt sich eine 2, da bei der Division von 10 durch 4 der Rest 2 ergibt.

Je weiter der Vortrag fortschritt, desto häufiger musste Knaf darauf hinweisen, dass die hinter heutigen Kryptosystemen stehende Mathematik sehr viel komplizierter ist als alles, was sich in einem relativ kurzen Vortrag erläutern ließe.

Gegen Ende des Vortrags erläuterte Knaf noch einige Arten von Attacken, die benutzt werden können, damit Mallory in die Kommunikation zwischen Alice und Bob eingreifen kann, und die Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden können. So kann unter Umständen schon ein kleine Information (z.B. ein üblicher E-Mail-Beginn: „Sehr geehrte...") dazu führen, dass ein Angreifer den Schlüssel ermitteln kann. Dem kann durch zufällig eingestreute Zeichenfolgen vorgebeugt werden.

Nach dem Vortrag stand Professor Knaf noch Interessierten für Rückfragen und Diskussionen zur Verfügung. Auch wenn die eingeführte Mathematik manch einem Zuhörer ein wenig mysteriös erschein, haben alle Teilnehmenden ein guten Eindruck davon erhalten, wie Kryptographie heutzutage funktioniert und welche Bedeutung aus der Schule bekannte Werkzeuge wie lineare Gleichungssysteme für die Verschlüsselung von Nachrichten haben.

 

(Stefan Krissel)


 

 

MINT-Projekte 2016:


Kriminaltechnik an der Martin-Niemöller-Schule - Studientag der Tutorenkurse Biologie am 13. Oktober 2016

 

Egal ob von der Phantomfrau von Heilbronn oder der gefundenen Spur des NSU-Terroristen Böhnhardt am Tatort eines Mädchenmordes die Rede ist, immer geht es hierbei nicht um die klassischen Fingerabdrücke, die ein Täter oder eine Täterin am Tatort hinterlässt, sondern um genetische Spuren. Seit der Entwicklung des genetischen Fingerabdrucks in den 80er Jahren konnten so unzähligen Verbrechen aufgeklärt werden, die ansonsten ungesühnt geblieben werden.

Doch was passiert eigentlich bei der Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks?

Passend zum Thema „Molekulargenetik" gingen die beiden Tutorenleistungskurse Biologie der zwölften Klasse an ihrem Studientag am 13. Oktober 2016 dieser Frage nach. Ausgerüstet mit modernsten technischen Geräten, die man an der Paul-Ehrlich-Schule in Frankfurt leihen kann, erstellten die Schüler ihren eigenen genetischen Fingerabdruck. Hierzu wurde aus Mundschleimhautzellen das Erbgut, also die DNA, gewonnen und mittels Polymerasekettenreaktion an einer ganz bestimmten Stelle, die keinerlei Informationen über die Person selbst trägt, vervielfältigt. Die dabei entstehenden Produkte wurden anschließend mit Hilfe einer Gelelektrophorese aufgetrennt, so dass ein sogenanntes Bandenmuster zur Charakterisierung entstehen kann. Bei der Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks zur Täterüberführung werden allerdings nicht nur ein Bereich sondern 13 betrachtet und so ein eindeutiges Profil einer Person erstellt. Die Schülerinnen und Schüler hatten an diesem Studientag die Möglichkeit, mit Geräten zu arbeiten, die sich eine Schule normalerweise nicht leisten kann und mit denen man frühestens in der Universität in Berührung kommt. Nach gut fünf Stunden konzentrierten Arbeitens konnten die Produkte ausgewertet und die häufig bestehende Verwunderung über molekularbiologische Methoden ein wenig entzaubert werden.

(Dr. Sebastian Röder)

 

 

 

„Dem Täter auf der Spur!" oder „Welcher Deutscher Fußballer kann leider im EM-Achtelfinale nicht mitspielen?" - MINT-Sommercamp vom 21. bis zum 24. Juni 2016 -

 

Am 22. Juni war es so weit. Unser Ermittler-Team, zusammengesetzt aus 12 Schülerinnen und Schülern der Martin-Niemöller-Schule und 12 Schülerinnen und Schülern des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums in Flörsheim, starteten ihre Untersuchungen im Zuge unseres ersten MINT-Sommercamps für die Jahrgangsstufe 5 zum Thema „Dem Täter auf der Spur".

Innerhalb von zweieinhalb Tagen mussten die Teilnehmer mit Hilfe von verschiedenen Experimenten herausfinden, wer von den elf Verdächtigen am 21. Juni auf den Geheimagenten „Falke" im Graf-Stauffenberg-Gymnasium geschossen hatte. Zu den Verdächtigen zählten acht unserer Fußball-Nationalspieler (u.a. der Torhüter, der Kapitän und einer der besten Torjäger), Helene F., Miley C. und Justin B. Die jungen Ermittler mussten die am Tatort gesicherten Spuren und die bei den Verdächtigen gefundenen Proben mit Hilfe verschiedener Experimente analysieren. So wurden Blutproben untersucht, eine weiße Substanz über ihre spezifischen Stoffeigenschaften identifiziert, Faserproben mikroskopiert, Fingerspuren gesichert und analysiert, Fußabdrücke vermessen und auf die Körpergröße geschlossen, die Schussbahn rekonstruiert und die Weit- oder Fernsichtigkeit des Täters mit der der Verdächtigen verglichen. Antrieb ihrer Ermittlungsarbeit war immer die Frage, wer wohl am Wochenende beim Spiel um den Einzug in das Achtelfinale nicht teilnehmen könnte.

Neben der eigentlichen Forschungsarbeit im Camp wurde noch die Fitness der Ermittler überprüft und die Weilbacher Kiesgruben luden an einem doch sehr heißen Freitag zu einem erfrischenden Fußbad ein. Eine kleine Krimilesung durch Herrn Beyer von der Buchhandlung Hugendubel und das gemeinsame Pizzaessen rundeten das Camp ab. Es waren sehr spannende Tage, die die Jungermittler mit viel Engagement und Freude sowohl in Wiesbaden, als auch in Flörsheim verbracht haben. Auf dieses erste regionale Camp werden bestimmt noch einige folgen. Wir danken den Kolleginnen und dem Kollegen der Kooperationsschule für ihr Engagement, die angenehme Zusammenarbeit und das herzliche Willkommen an ihrer Schule. Und natürlich ist auch ein großer Dank an das Wiesbadener Ermittlungsteam - Herr Dr. Röder und Herr Joneleit - zu richten, die im Vorfeld und während des Camps zu dessen Gelingen wesentlich beitrugen.

Wenn ihr wissen wollt, wer der Täter war, dann schaut euch das nächste Fußballspiel genau an oder fragt eine/einen unserer Ermittlerinnen/Ermittler.

Wir freuen uns auf das nächste Mal

(J. Ruttke, Leitungsteam der Ermittlung)

Bilder des gelungenen MINT-Sommercamps können in unserer Galerie eingesehen werden.

 

 

Landeswettbewerb „Jugend forscht" am 12. und 13. April 2016

Schuhe, die das Handy laden, ein intelligenter Rasenmäher, eine mögliche Behandlung von Leberkrebs - Bei Jugend Forscht stellen jedes Jahr Jugendliche aus ganz Deutschland interessante Projekte vor. Der größte naturwissenschaftliche Wettbewerb Europas findet nun zum 51. Mal statt und zählt deutschlandweit etwa 12.000 Teilnehmer. Darunter sind 500 hessische Schüler, die an den Regionalentscheiden im Februar teilnahmen und von denen sich 75 für die Landesrunde in Darmstadt qualifizierten. Dort stellten am 12. Und 13. April Nachwuchsforscher ihre Ideen und Erkenntnisse in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Raumwissenschaften und Technik vor. Zwei der insgesamt 40 Schülerteams kommen dabei von der MNS. Philipp Menne, Daniel Maninger und Julian Kistner haben einen Rasenmäher konstruiert, der autonom Hindernisse umfährt, mein Team (Jonas Rinnelt, Tobias Niehues und Valentin Promies) beschäftigt sich mit der experimentellen Optimierung eines Windrads mit vertikaler Achse.

Die Veranstaltung in der Merck-Sporthalle begann bereits um 8:00 morgens. Also starteten wir zeitig in Wiesbaden und fragten uns dabei, wie Teilnehmer aus Kassel mit dieser frühen Uhrzeit umgehen sollten. Als wir ankamen, herrschte geschäftiges Treiben und auch wir bauten unsere Präsentationsstände auf. Nach einer kurzen Begrüßung begann der erste wesentliche Teil des Wettbewerbs: Die Präsentationen der Projekte vor der Jury. Jede Gruppe hatte etwa eine halbe Stunde, um die Juroren des jeweiligen Fachbereichs zu überzeugen und ihnen Fragen zu beantworten. Die Termine für unsere Präsentationen waren vergleichsweise spät angesetzt, sodass wir viel Zeit hatten, das Frühstücksbuffet zu nutzen, uns andere Projekte anzuschauen, zu Mittag zu essen und die eigenen Projekte noch schnell ein wenig zu verbessern. Wir präsentierten unsere Projekte ohne größere Probleme. Die Situation kannten wir schließlich schon aus der Regionalrunde. Ich habe aber das Gefühl, dass wir mehr hätten prahlen müssen - Marketing gehört dazu. Am späten Nachmittag war das erste Tagwerk getan und alle JungforscherInnen wurden ins Kino eingeladen. Dort sorgte die Firma Merck, Ausrichter der Landesrunde, ebenfalls dafür, dass niemand hungern musste. Auch die folgende Übernachtung in der Jugendherberge wurde von dem großen Unternehmen bezahlt.

Am nächsten Tag wurden nach dem Frühstück die letzten Projekte präsentiert und Radio und Fernsehen waren anwesend. Während die Jury sich beriet, welches Projekt welchen Preis verdient hat, bewarb Merck sich noch etwas mehr. Bei einer Werksführung stellten Interner die Arbeitsweise und Projekte der Firma vor und die Schüler durften im Werksrestaurant ein üppiges Mittagessen genießen. Als wir wieder am eigentlichen Ort des Geschehens waren, wurde die Halle für die Öffentlichkeit geöffnet. Nachdem wir zwei Stunden lang unser Projekt vielen interessierten Menschen präsentiert hatten, kam der Programmpunkt, der eigentlich die meiste Spannung verspricht: Die Siegerehrung.

Neben vielen Reden über die tollen engagierten Schüler, Lehrer, Juroren und besonders über Merck, das sich wieder möglichst gut darstellen wollte, wurden hier auch einige Projekte ausgezeichnet. Zehn Jugendliche erhielten erste Preise, die sie für das Bundesfinale in Paderborn qualifizieren. Unsere Projekte konnten sich nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen, die merklich besser war als in der Regionalrunde. Allerdings erhielten wir Sonderpreise, weil wir im Bereich der erneuerbaren Energien bzw. der Elektronik und Informationstechnik herausstachen. Nicht nur deswegen hat sich die Teilnahme auch ohne den Landessieg gelohnt.

Die zwei Tage waren eine interessante Erfahrung, eine Möglichkeit, viele engagierte Menschen kennen zu lernen und neue Ideen zu finden. Die Arbeit an Jugend Forscht Projekten lohnt sich ohnehin, weil wir viele Fähigkeiten und Erkenntnisse gewinnen konnten und durch den Wettbewerb eine besondere Motivation hatten, das Projekt umzusetzen. Wir hatten beim hessischen Landesentscheid von Jugend Forscht viel Spaß und wurden von den Organisatoren gut bewirtet. So endete die Veranstaltung passend mit einem Buffet.

(Valentin Promies)

Jonas Rinnelt, Valentin Promies und Tobias Niehues (v.l.n.r) aus dem Q4 Informatik LK von Herrn Topsch optimierten mithilfe von 3d-gedruckten Modellen ein Windrad mit senkrechter Achse und erhielten den Sonderpreis für erneuerbare Energien.

 

Julian Kistner, Philipp Menne und Daniel Maninger (ebenfalls Informatik LK) erhielten für ihren kameragesteuerten Rasenmäh-Roboter den Sonderpreis für Elektronik, Energie- und Informationstechnik.

 

 

Forscherteam erkundet Umgebung der Martin-Niemöller-Schule

Während der kalten Wintermonate stellten die jungen Forscherinnen und Forscher Vogelfutter her und verteilten die Futterglocken rund um das Schulgelände. Das neue Vogelfutterhaus wurde regelmäßig mit einer Futtermischung bestückt. Schon aus dem Klassenraum konnten so etliche Vogelarten beim Fressen beobachtet werden. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Naspa-Stiftung konnten für das Forscherteam zwölf nagelneue Ferngläser angeschafft werden. Mit diesen und Bestimmungsbüchern machten sich die Jungforscherinnen und -forscher auf, den Bestand an Vögeln in der näheren Umgebung genau zu analysieren. Am häufigsten konnten die Kohl- und Blaumeise beobachtet werden, aber auch Grün- und Buchfinken, Tannenmeisen, Ringeltauben und Halsbandsittiche kamen immer wieder an die Futterstellen. Die viel größeren Mäusebussarde, Rabenkrähen, Elstern und Grünspechte tauchten immer wieder vor den Ferngläsern auf. Mit wärmer werdenden Temperaturen gesellten sich dann auch noch Amseln, Rotkehlchen und Singdrosseln zu den gefiederten Freunden am Schulgelände. Um unsere heimischen Vögel auch in der anstehenden Brutzeit zu unterstützen, baute das Forscherteam Nistkästen. Da die Kohl- und Blaumeisen die am häufigsten beobachteten Vögel waren, wurden die Kästen so gestaltet, dass sie sich besonders gut für deren Brut eignen (Höhlenkästen mit entsprechend großen Einfluglöchern). Für die zweite Brut in diesem Jahr plant das Forscherteam, unterstützt von Oberstufenschülern, eine Webcam in einen der Nistkästen einzubauen, um den Bruterfolg auf der Schulhomepage für alle live verfolgbar zu machen.

(Dr. Sebastian Röder)

 

 

Känguru-Wettbewerb an der MNS am 17. März 2016

Beim Känguru-Wettbewerb handelt es sich nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, um eine sportliche Auseinandersetzung zwischen australischen Beuteltieren, sondern um einen internationalen Mathematik-Wettbewerb. Entstanden ist er 1978 - und das überrascht jetzt doch nicht - in Australien, wo Hochschulmathematiker die Idee hatten, einen Schülerwettbewerb zu veranstalten, der nicht nur knifflige Aufgaben enthalten, sondern auch Spaß machen sollte.

Der Multiple-Choice-Test verbreitete sich schnell in Down Under, dann im Südpazifikraum und kam über Frankreich schließlich nach Europa. In den letzten Jahren nahmen jährlich etwa sechs Millionen Schülerinnen und Schüler am Känguru-Wettbewerb teil. 2016 war erstmals auch die Martin-Niemöller-Schule dabei, und zwar mit den drei 5. Klassen.

In den Mathematik-Stunden wurde in den Wochen vor dem Känguru-Tag am 17. März bereits kräftig geübt, so dass die Schüler/innen gut vorbereitet die Aufgaben bearbeiten konnten. Natürlich gab es Aufgaben, die alle lösen konnten und solche, die doch sehr knifflig waren. Nach dem Wettbewerb waren die meisten Teilnehmer zufrieden und sind nun gespannt auf die Ergebnisse.

(Stefan Krissel)

 

„Bewegte Energie - energetische Bewegung" im diesjährigen MINT-Camp

Zum dritten Mal seit ihrer Aufnahme in den MINT-EC-Verein hat die Martin-Niemöller-Schule ein MINT-EC-Camp ausgerichtet, in diesem Jahr zum Thema „Bewegte Energie - energetische Bewegung". Für das bunte Programm vom 24. bis 27. Februar reisten 20 Schülerinnen und Schüler aus 19 der insgesamt 247 MINT-EC-Schulen an. Sie kamen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die 24 Plätze waren schnell ausgebucht.

Gleich der Anreisetag bot einen perfekten Einstieg in das Thema - die Sonne strahlte und die Gruppe erreichte nach einem ersten gemeinsamen Fußmarsch die Kletterhalle in der Holzstraße. Dort konnten die Teilnehmer hoch hinaus, sich untereinander kennenlernen und ihre energetischen Grenzen abstecken.

Am Donnerstag, den 25. Februar analysierte die Hälfte der Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Herrn Topsch und Herrn Baethge die physikalischen Hintergründe von Freiwürfen im Basketball und Volleyballaufschlägen. Natürlich durfte bei diesem Workshop ein abschließendes Basketball-Spiel nicht fehlen. Zeitgleich bestimmte die andere Hälfte der Teilnehmer ihre physiologischen Parameter nach einem Rundlauf um die Schule. Anschließend ermittelten sie kalorimetrisch den Energiegehalt von Nudeln, die zum Beispiel Leistungsradsportler in hohen Mengen zu sich nehmen. Geleitet wurde dieser erste Teil des Workshops von Herrn Dr. Röder und Herrn Daschmann. Unter der Leitung von Frau Dr. Schmieden und Frau Ruttke maßen die Schülerinnen und Schüler im zweiten Teil die Zellatmungsintensität bei Erbsen und Mehlwürmern unter dem Aspekt normaler und erhöhter (Zell)Aktivität. Der Tag wurde abgerundet durch den Vortrag von Prof. Dr. Antje Dresen, Juniorprofessorin am Institut für Sportwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, zu Leistungssteigerung und Substanzmissbrauch im Sport, in der Schule und in der Gesellschaft.

Am Freitag besuchten alle 25 Schüler die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Die Hälfte von ihnen nahm am Praktikum „Nachwachsende Rohstoffe - Chance oder Risiko" der Grünen Schule des Botanischen Gartens teil, angeboten von Frau Dr. Becker. Die Schüler untersuchten Energiepflanzen, extrahierten Rapsöl und erörterten in Form eines Rollenspiels die verschiedenen Positionen zur Frage „Sollen in Deutschland im Jahr 2050 31% des Gesamtenergiebedarfs durch Biomasse gedeckt werden?". Die andere Hälfte der Schülerinnen und Schüler erhielt im universitätseigenen Schülerlabor NaT-Lab zum Thema „Teilchenfallen und Teilchenbeschleuniger" zunächst einen kurzen einführenden Vortrag, der die physikalischen Grundlagen beinhaltete. Danach war das praktische Geschick der Teilnehmer beim Bau eigener, kleiner Pauli-Fallen gefragt, die am Ende des Workshops mit nach Hause genommen werden durften.

Am Nachmittag besuchte die ganze Gruppe exklusiv das Biomasse-Heizkraftwerk in Wiesbaden. Herr Dr. Schneider informierte in seinem Vortrag über die Entwicklung, den Bau und die Funktion des Heizkraftwerkes und gewährte in einer Führung Einblicke in die Anlage. Das MINT-EC-Camp endete am Samstag-Vormittag mit den Präsentationen der Schüler zu den verschiedenen Workshops und dem Abschlussplenum in der Jugendherberge, in der die Schüler untergebracht waren.

Wir bedanken uns bei den wissbegierigen Teilnehmern und allen Beteiligten. Zum guten Gelingen der Veranstaltung trugen nicht zuletzt die Mitarbeiter der Kletterhalle in Wiesbaden, Frau Dr. Dresen, Herr Dr. Schneider, unsere drei Praktikanten der Universität Frankfurt, die Mitarbeiter des Primus Service und die der Grünen Schule und des NAT-Labs bei.

Wir freuen uns auf das nächste Camp!

(Julia Ruttke)

 

Unter den folgenden Links sind Bilder, Schülerstimmen und ein Schülerbericht zu unserem Camp zu finden:

-      Google Fotos: https://goo.gl/photos/H8cSQN8LHqVzRNvo9

-      Facebook-Seite: http://on.fb.me/1UrMJx9

-      https://www.mint-ec.de/veranstaltungen/mint-ec-camp-energie-wiesbaden.html (hier folgt bald mehr)

-      http://www.ema-bonn.de/index.php/lernen/mint/500-bericht-vom-spannenden-mint-ec-seminar-energie-2016-in-wiesbaden



Substanzkonsum zur Leistungssteigerung - Rückblick auf den Vortrag von Professor Dresen vom 25. Februar 2016

Während des dreitägigen MINT-Camps näherten sich die Teilnehmer dem Thema „Bewegte Energie -  energetische Bewegung" primär aus naturwissenschaftlicher Perspektive an. Bei dem Vortrag von Prof. Dr. Antje Dresen wurde der Blickwinkel geändert und die sozialen Aspekte des leistungssteigernden Substanzkonsums rückten ins Zentrum. Nicht nur die Teilnehmer des MINT-Camps, sondern auch viele Schüler und Lehrkräfte waren erschienen, so dass die Aula sehr gut gefüllt war. Thomas Stahlmann von der MNS begrüßte das Publikum und überbrachte Grüße von der Schulleiterin Frau Waldorff, die aufgrund einer Tagung nicht zugegen sein konnte.
Antje Dresen, die in Regensburg promoviert hat und jetzt in Mainz als Juniorprofessorin für Sportsoziologie lehrt, widmete sich in ihrem Vortrag der Frage: Warum nehmen Sportler, aber auch Arbeitnehmer sowie Schüler und Studenten leistungssteigernde Substanzen ein?Zunächst musste eine begriffliche Unterscheidung getroffen werden: Doping ist die verbotene Einnahme leistungssteigernder Mittel im Spitzensport und Substanzkonsum ist die legale Einnahme außerhalb des Spitzensports.Beim Spitzensport sind nicht nur die Sportler selbst, sondern auch Verbände, Sponsoren und nicht zuletzt die Fans und die Medien am Erfolg interessiert und üben einen entsprechend hohen Druck auf die Athleten aus. Sportlerkarrieren beginnen heute bereits in der frühen Jugend. Es gibt die besonders leistungsstarken, hyperinkludierten jugendlichen Sportler, die gleichsam ihr vollständiges Leben dem Sport widmen und auf soziale, altersgemäße Aktivitäten weitestgehend verzichten. Dies führt zu einer biografischen Engführung, einer vollkommenen Prioritätensetzung auf den Sport und zu einem nochmals erhöhten Druck, der den Erfolg mangels anderer Berufsaussichten geradezu erzwingt. Bei wem sich der Erfolg dann trotz intensiven Trainings nicht einstellt, der greift in vielen Fällen zu Dopingmitteln. Da in den einzelnen Sportarten die Weltspitze leistungsmäßig auf einem sehr ähnlichen Stand ist, bringen schon marginale Leistungssteigerungen höheren Erfolg. Bei Spitzensportlern reicht oft ein Viertel Prozent mehr Leistung, um mehrere Platzierungen (z.B. bei einem Radrennen) gutzumachen.Doch nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport ist Substanzkonsum verbreitet. Bei den einen geht es um den Muskelaufbau, bei anderen auch um einen größeren Erfolg bei öffentlichen Marathon-Läufen. Etwa 50% der Teilnehmer bei Stadtmarathons nehmen prophylaktisch Schmerzmittel ein, die Dunkelziffer wird noch höher eingeschätzt. Der typische Konsument ist diszipliniert, leistungs- und körperorientiert. Ein bedeutender Teil des Selbstwertgefühls der Betroffenen hängt an immer besseren Leistungen, man gerät in eine Leistungsspirale, bei denen eine stetige Leistungssteigerung zum Erhalt des Selbstbildes notwendig ist.  12% bis 20% der Aktiven im Fitnesssport nehmen „Dopingmittel" ein, um Schönheits- und/oder Leistungsziele zu erreichen und von einer bestimmten sozialen Gruppe anerkannt zu werden. Dabei wird mit hormonfreien und hormonhaltigen Substanzen experimentiert. Pillen, Spritzen und Mittel aus der Tiermedizin werden eingenommen, auch illegale Drogen. Professor Dresen sprach auch über die Nebenwirkungen der einschlägigen Mittel, die besonders bei Unerfahrenen, die leichtsinnig starke Mittel einnehmen, äußerst schwerwiegend ausfallen können (Akne, Männerbrüste, verkleinerte Hoden usw.).
Eine ganz andere Form des Substanzkonsums zielt auf die Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit, das so genannte „Hirndoping" (=missbräuchliche Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten oder illegalen Drogen durch gesunde Menschen mit dem Ziel der kognitiven Leistungssteigerung). Auch bei Studenten, sogar bei Schülern ist diese Form des Substanzkonsums verbreitet. Eine Studie hat ergeben, dass ca. 20% der Studierenden entsprechende Mittel einnehmen.Aufgrund der auch hier teils starken Nebenwirkungen betonte Professor Dresen Alternativen zum Substanzkonsum und Ansätze zur Prävention: Dazu gehören ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Musik, kurze Schläfchen (Power-Napping), sinnvolles Zeitmanagement und notfalls auch Cola oder Kaffee.Nach Ende des Vortrags beantwortete Antje Dresen noch zahlreiche Fragen aus dem Publikum und stand auch später noch für erkenntnisreiche Gespräche zur Verfügung.

(Stefan Krissel)

 

Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.

 

 

Zweifacher Regionalsieg bei Jugend-Forscht

An diesem Wochenende, dem 13. Februar 2016, ist der Martin-Niemöller-Schule beim Jugend forscht Regionalwettbewerb Hessen West ein maximaler Erfolg beschieden worden. Angetreten sind zwei Teams unserer Schule: Jonas Rinnelt, Valentin Promies und Tobias Niehues mit ihrem Projekt Experimentelle Optimierung eines Savonius-Darrieus-VAWT und Daniel Maninger, Philipp Menne und Julian Kistner mit ihrem Projekt des Kameragesteuerten Rasenmäher-Roboters. Die Jury hat beiden Teams einen 1. Preis zuerkannt und damit nehmen sie im April am Landeswettbewerb teil. Zu diesem großen Erfolg hat die kompetente und engagierte Betreuung unseres Kollegen Frank Topsch beigetragen. Dies hat die Wettbewerbsjury auch so gesehen und aus dem Kreise aller betreuenden Lehrerinnen und Lehrern Frank Topsch mit einem Preis für die beste Betreuung ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an unsere Preisträger!
Drücken Sie unseren Teams die Daumen bei dem nun anstehenden Landeswettbewerb!

Thomas Stahlmann (Leiter des mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldes)

 

Valentin Promies, Tobias Niehues und Jonas Rinnelt (von links nach rechts) erhielten den Preis für das beste interdisziplinäre Projekt für ihre experimentelle Optimierung eines Savonius-Darrieus-Rotors mit Hilfe von Ausdrucken am 3D-Drucker.

 

Julian Kistner, Philipp Menne und Daniel Maninger (von links nach rechts) holten den ersten Preis in der Kategorie Technik mit ihrem Projekt "Rabbot", bei dem ein Rasenmähroboter mit Hilfe von Kameraaufnahmen gesteuert wird.

 

 

MINT 400 - Das Hauptstadtforum vom 4. bis 6. Februar 2016

Vom 4. bis zum 6. Februar nahmen wir, fünf Schüler der MNS, am MINT 400 Camp in Berlin teil. Dies ist eine mittlerweile jährliche Veranstaltung im Themenbereich Naturwissenschaften, bei der sich 400 naturwissenschaftich interessierte Schüler aus ganz Deutschland kennen lernen und austauschen können.
Das Ziel der Veranstaltung ist es, Schülern einen zukünftigen Lebensweg im Bereich MINT näherzubringen. Die wichtigsten Werte, die in den zwei Tagen vermittelt wurden, waren, dass man sich zum einen mit anderen teilnehmenden Schülern vernetzen sollte, um somit Kontakte zu knüpfen, und zum anderen, dass man sich nach einem Beruf umsieht, an dem man später Spaß haben wird, denn das sei das Wichtigste. Daher gab es auch einen Bildungsmarkt, auf dem sich verschiedene Firmen und Universitäten vorstellten.Neben Fachvorträgen nahmen wir jeweils an verschiedenen Workshops teil.Einer der Workshops hieß: „Die Erde im Blick - Experimente aus der Raumfahrt" und fand im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt statt. Wir führten unterschiedliche Versuche zur Schwerelosigkeit durch und untersuchten Meteoriten unter dem Mikroskop.Ein anderer Schüler besuchte einen Workshop der TU Freiberg und beschäftigte sich mit dem Metall Magnesium als Ersatz für Aluminium und Stahl. Der Referent widerlegte angebliche Nachteile und besprach mögliche Anwendungsgebiete.„Praktische Grundlagen für eine Firmengründung" vom Innovations- und Gründerzentrum Berlin (IZBM) war ein weiterer Workshop. Dabei konnte man seine eigene Idee für ein  Unternehmen vertiefen und viel über die Umsetzung dieser erfahren.

Neben theoretischen Voraussetzungen wurde noch ein junges Unternehmen besucht, deren Gründer den Schülern Fragen beantwortete und Tipps gab.Der Workshop „Kosmische Teilchen sichtbar machen" des Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY, den eine Schülerin besuchte, behandelte alle verschiedenen Arten von kosmischer Strahlung, die durch den Bau einer Nebelkammer in einem kleinen Raum erkennbar war. Danach konnte man selbstständig kosmische Teilchenschauer rekonstruieren, indem man echte Daten aus dem Pierre Auger Cosmic Ray Observatory zu verschiedenen Rechnungen verwendete.Wie man anhand von Satellitenrohdaten einen Standpunkt berechnet, konnte man am CAMMP Day der RWTH Aachen lernen. Wie GPS funktioniert und welche physikalischen Gesetze man beachten muss, um den richtigen Ort bei Google Maps herauszubekommen, wurde einem von zwei Studenten in den Räumlichkeiten der IG Metall erklärt. In Kleingruppen hat man die Daten bekommen und hat Schritt für Schritt selbst am Computer die Koordinaten ausgerechnet und konnte dann seinen Fortschritt live auf Google Maps verfolgen. Am Ende gab es eine Gruppe, die es bisher als Erste geschafft hat, diese Aufgabe an einem Tag zu lösen. Am Ende kam man am Standort der RWTH Aachen in Aachen raus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die drei Tage in Berlin sehr gut waren. Man hat viele neue und nette Leute aus ganz Deutschland kennen gelernt und sich ausgetauscht. Des Weiteren hatte man die Gelegenheit Berlin kennen zu lernen.

(Jael Behrendt, Carsten Kleber, Rhea Riegler, Alexander Strunz, Dinah Zeitter)

 

 

Mathematik-Olympiade im Schuljahr 2015/2016

Die Mathematik-Olympiade ist wahrlich nichts für Menschen, die beim ersten Lesen einer etwas merkwürdig klingenden Aufgabenstellung sofort das Handtuch werfen und darüber räsonieren, wie böse die Mathematik ist. Die Olympiade ist etwas für Menschen, die im zunächst Unverständlichen eine Herausforderung sehen, die Sachverhalte auf weit mehr als eine Weise durchdenken können und die - das ist vielleicht das Wichtigste - dabei noch Freude haben.

Miriam Chlumsky-Harttmann und Valentin Promies gehören zu diesem geduldigen, intelligenten Menschenschlag. Die beiden haben die Schulrunde der Mathematikolympiade 2015 an der MNS gewonnen, wozu ihnen die ganze Schulgemeinde herzlich gratuliert.

Dieser Erfolg berechtigte sie zur Teilnahme an der Landesrunde. Ihre Erlebnisse schildern sie selbst in den folgenden Absätzen:

Zwei mal vier Stunden Mathe am Stück - für viele klingt das nach einem Albtraum. Doch 202 Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen verbrachten freiwillig ein Wochenende mit der Lösung von Gleichungen, geometrischen Konstruktionen und mathematischen Beweisen. Denn am 26. und 27. Februar fand an der TU Darmstadt die Mathematik-Olympiade Hessen statt. Dort treffen sich jedes Jahr mathebegeisterte Jugendliche, die sich in der Schulrunde durchsetzen konnten und beschäftigen sich mit anspruchsvollen Problemen.

Die MNS war dieses Jahr durch Miriam Chlumsky-Harttmann und Valentin Promies (beide Q4), vertreten. Obwohl sie sich für den Wettbewerb auf Bundesebene, der Mitte Juni stattfindet, nicht qualifizieren konnten, haben sie wertvolle Erfahrungen gesammelt. „Es macht Spaß, sich mit Themen zu beschäftigen, die wir in der Schule nicht behandeln und man trifft jedes Jahr nette Leute, die ähnliche Interessen haben. Wenn man sich für Mathe begeistert, lohnt es sich, mitzumachen",sagt Miriam, die bereits zum zweiten Mal teilnahm.

Im Rahmen der Olympiade wird zusätzlich ein Seminar angeboten, in dem die Teilnehmer auf die neuen Inhalte des Wettbewerbs vorbereitet werden. Außerdem gibt es Vorträge von Professoren zu mathematischen Theoremen, wie in diesem Jahr das Bertrandt'sche Postulat (zwischen jeder natürlichen Zahl und ihrem Doppelten findet sich mindestens eine Primzahl). „Man fühlt sich fast wie im Studium. Es ist anspruchsvoll, aber spannend", findet Valentin.

Zum Abschluss gab es eine Siegerehrung mit Urkundenvergabe. Vielleicht steht im nächsten Jahr auch ein Schüler der MNS auf der Bühne, schließlich können Schüler ab der fünften Klasse an der Olympiade teilnehmen.

(Stefan Krissel)

 

Laborführerschein in den fünften Klassen

17 Jungforscher der Martin-Niemöller-Schule haben in den ersten Wochen des neuen Schuljahres ihre ersten Schritte in der Laborarbeit unternommen. Neben Sicherheitsregeln und Gefahrenhinweisen können sie nun Laborgeräte benennen und genau abwiegen und Volumen abmessen. Mit dem Laborführerschein können sie in kleinen Gruppen verschiedenste Experimente durchführen. Derzeit wird genau untersucht, was eigentlich wirklich bei einer Kerzenverbrennung vor sich geht.



MINT-Projekte 2015:

Projekt Wildbienenhotel

MNSler erhalten bei der Preisverleihung des Wiesbadener Leonardo-Wettbewerbs am 19. Juli 2015 den 3. Preis!

Nur wer seine Umwelt kennenlernt und versteht, kann sie auch lieben und schützen lernen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Umweltbildung im Rahmen der Thematik Ökologie in der Qualifikationsphase der Martin-Niemöller-Schule zu betrachten. Daher entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler der beiden Biologie-Leistungskurse von Frau Krippes und Herrn Achenbach für die Umsetzung eines dauerhaften Umweltschutz-Projektes auf dem Schulgelände. Dabei lenkte man den Fokus auf die schädigende Wirkung des Menschen auf zahlreiche bedrohte Insektenarten, die man unter dem Begriff „Wildbienen" zusammenfasst. Der Einsatz von Insektiziden diente als Anlass, ein Insektenhotel als Rückzugsmöglichkeit zu errichten. Neben der Realisierung des entsprechenden Gebäudes standen dabei aber auch Planung und Organisation sowie Evaluation und Weiterentwicklung im Vordergrund. Ziel ist die Förderung des ökologischen Bewusstseins an der Martin-Niemöller-Schule, um jungen Menschen das entsprechende Verantwortungsbewusstsein mit auf ihren Lebensweg geben zu können. Im Rahmen des Wiesbadener Leonardo-Wettbewerbs 2015 konnten Projektleiterin Alicia Hernandez und ihre Mitschüler den 3. Preis in der Kategorie Technologie und Umwelt sichern. Bravo!

http://www.leonardo2015.de/leonardo/presse/

Bilder des Projektes sind in unserer Galerie zu finden.

 

Fleißige Bienen, klare Sicht und die Erforschung erneuerbarer Energien an der Martin-Niemöller-Schule

Dow Corning fördert die MINT-Aktivitäten der Martin-Niemöller-Schule - Besuch des Geschäftsführers Karl Koob am 9. Juli 2015

Am Donnerstag, den 9. Juli besuchte Karl Koob, Geschäftsführer der Dow Corning GmbH in Wiesbaden-Schierstein, die Martin-Niemöller-Schule. Dow Corning überreichte im letzten Jahr der Schule eine großzügige Spende von 8000 Euro für die Umsetzung naturwissenschaftlicher Projekte. Zusammen mit der Schulleiterin Elisabeth Waldorff und einer Gruppe von Biologie-Grundkurs-Schülern weihte Herr Koob das von Schülern gebaute Bienenhotel und den neu eingerichteten Mikroskopierraum mit zwanzig LED-betriebenen Mikroskopen ein. Die Spende reichte auch, um die Kosten eines Windrad-Projektes zu decken. Das Projekt fand im Rahmen eines MINT-EC-Camps (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) statt, das eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet besuchte und das von der Martin-Niemöller-Schule ausgerichtet wurde.

Im Gespräch mit der Schulleiterin erklärte Herr Koob, wie wichtig ihm die Förderung junger und sehr guter Naturwissenschaftler sei, wie sehr Schule auf die naturwissenschaftliche Grundausbildung Einfluss nehme und wie wertvoll ein Austausch zwischen Schule und Wirtschaft sei. Natürlich erhoffe er sich, dass auch zukünftig gut ausgebildete, interessierte und motivierte Ingenieure seine Firma bereichern - und vielleicht war einer dieser jungen Menschen dann auch Schüler an der Martin-Niemöller-Schule.

 

Niemöller-Schüler erhalten Förderpreis der Karin-Elisabeth-Loos-Stiftung

Am Freitag, den 26. Juni 2015, verlieh die Karin-Elisabeth-Loos-Stiftung drei naturwissenschaftlich engagierten Schülern den mit 4000 Euro datierten Förderpreis. Darunter befinden sich zwei Schüler der MNS: Felix Gössl und Elias Pflume.

Die Martin-Niemöller-Schule gratuliert den Preisträgern von Herzen!

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/auszeichnung-wiesbadener-schueler-erhalten-foerderpreis-der-karin-elisabeth-loos-stiftung_15743767.htm

 

Zweiter Platz im Regionalentscheid von Jugend forscht am 7. Februar 2015

Wir gratulieren unseren Schülern Julian Kistner, Daniel Maninger und Philipp Menne aus dem Informatik-LK von Herrn Topsch zum 2. Platz im Regionalentscheid von Jugend forscht.

 

Ziel ihres Projekts „CamABotNavi" (Camera Assisted Robot Navigation) war die Entwicklung eines kostengünstigen Roboters, der sich autonom in einem Raum orientieren und bewegen kann.

Aus erprobten Komponenten wurde ein mobiler Roboter entwickelt, der von einem Rechenkern (Raspberry Pi) gesteuert wird und per W-Lan im Kontakt mit einer IP-Kamera steht, die ihn filmt und ihm die aufgenommenen Bilder übermittelt. Aufgrund dieser Informationen soll der Roboter dann seine Position bestimmen und sich, Kollisionen vermeidend, frei im Raum zu vorgegebenen Zielen bewegen. Hierfür entwickelten die drei Schüler eine Software zur Analyse der Kamerabilder, welche den Roboter bei der Lokalisierung in der Umgebung unterstützen.

 

 

 

MINT400 - Das Hauptstadtforum in Berlin ermöglicht spannende Einblicke

Dieses Jahr nahmen sieben Schülerinnen und Schüler der Martin-Niemöller-Schule an dem zweitägigen Hauptstadtforums Mint40